Pichl-Mühle

Die Pichl-Mühle ist seit 1967 ein fixer Bestand der Heimatstube in Loich. Sie ist die letzte kleine Hausmühle am Loichbach. Die Mühle gehört zum Bauernhof „Pichl“ und ist im Besitz der Familie Pfeffer. In der an die Mühle angebauten Mühlenkammer sind in Ergänzung zur Müllerei, Schauobjekte für den Getreideanbau- und Ernte sowie zur Broterzeugung untergebracht. Ursprünglich gab es in Loich neun Getreidemühlen, wovon in vergangenen Jahrhundert acht Mühlen aufgelassen wurden, die Pichl-Mühle aber noch bis 1963 in Betrieb war. 1898 haben sich vier Bergbauern zusammengeschlossen und mit der Planung einer Getreidemühle begonnen. Nach Fertigstellung im Jahr 1900 konnte der Betrieb aufgenommen werden. Die Verhaimung erfolgte aber erst im Jahr 1926 . Gemahlen wurde vorwiegend bei höherem Wasserstand, sodass die volle Wasserkraft ausgenutzt wurde. Aus wirtschaftlichen Gründen konnte jedoch auch die Pichl-Mühle mit den neuzeitigen Walzmühlen nicht mehr mithalten. Deshalb erfolgte im Jahr 1963 die Stilllegung. Dem Kultur- und Heimatverein Loich war es daher nach seiner Gründung eines der ersten Anliegen, die bereits verfallene Mühle aus dem Dornröschenschlaf zu wecken und den Besuchern eine Getreidemühle für Schauzwecke anzubieten. Die Mitglieder des Kultur- und Heimatvereines, sowie freiwillige Helfer haben es innerhalb von 3 Jahren geschafft, die Mühle für Schauzwecke wieder in Betrieb zu setzen. Zwischen 1987 und 1989 wurde die Wehranlage sowie der Wasserzu- und Ablauf Instand gesetzt. Ein neues Mühlenrad fertigte die Zimmerei Wutzl an. Die Getriebeumsetzung hat in mühevoller Arbeit Altbürgermeister, SR W. Nestelberger erneuert. Dies ermöglichte erst wieder die Mühle zu Schauzwecken zu betreiben. Ca. 4000 freiwillige Arbeitsstunden waren für diese Renovierungsarbeiten erforderlich. Das Mühlendach wurde im Jahre 2002 erneuert.