Schon vor dem ersten Weltkrieg begannen einige Loicher und Loicherinnen gemeinschaftlich Brauchtum und Volkstanz zu pflegen. Daraus entstanden weitere Aktivitäten, die - bis heute - der Brauchtumspflege dienen und Werte, Gegenstände und Wissen von früher erhalten und weitergeben. Prof. Dipl. Ing. Franz Maresch begann alte Gerätschaften des Bauernstandes und des Handwerks zusammenzutragen und in der Heimatstube Loich aufzubewahren. Unterstützt wurde er dabei von seinem Sohn Gerhard und Fritz Falkensteiner. Untergebracht wurden die Gegenstände in der Heimatstube, dem Presshaus, dem Dörrhaus und teilweise im Pfarrstadl. Die Sammlung war nur teilweise öffentlich zugänglich. Sie hatte vorwiegend wissenschaftlichen Charakter. Herr Prof.Dipl.Ing. Maresch starb. Es bestand Ungewissheit über den Fortbestand der Heimatstube. Zur Weiterführung der Sammlung wurde der „Kultur- und Heimatverein Loich“ gegründet. Zeitgleich fanden sich einige Interessierte zusammen und erlernten zahlreiche Tänze. Die Volkstanzgruppe der Loich wurde gegründet. Das Ziel: Fortbestand und Ausbau der Heimatstube und Pflege des Brauchtums. Die „Pichl-Mühle“ wird Instand gesetzt. Die Wehranlage sowie der Wasserzu- und Ablauf wurden errichtet. In der Folge wurde auch die anderen Objekte: Dörrhaus, Presshaus und Heimatstube renoviert. Das Strohdach des Dörrhauses wurde 2x unter der fachkundigen Aufsicht von Herrn Anton Kalteis aus Frankenfels, einer der noch wenigen Kenner dieses Faches, erneuert. Beim „Beri-Hof“ dem heutigen Standort des Gemeindeamtes, wurde eine Ausstellung aus den Gegenständen der Heimatstube eingerichtet. Der „Beri Hof“ war bis zu dessen Abriss, um dem neuen Gemeindeamt Platz zu machen, ein guter Standort für ein Heimatmuseum. Der neue Standort des Heimatmuseums sollte das alte Gemeindehaus werden. Der alte Gemeindeschuppen wurde weggerissen und ein Zubau für größere Ausstellungsobjekte errichtet. Die im Obergeschoß befindliche Wohnung wurde zu Schauräumen umfunktioniert. Der Verein lud zum 1. Mühlenfest, das nun alljährlich der Brauchtumspflege dient, gleichermaßen wie die jährlichen Veranstaltungen wie Erntedank, Fronleichnam, Heimatabenden und sonstigen gesellschaftlichen Veranstaltungen. Nachforschungen haben ergeben, dass im Jahr 1882 in Loicheck-Irrenberg ein Schuhplattlerverein mit dem Namen „D`Eisensteiner“ existiert hat. Der Vereinsvorstand hat sich daher entschlossen den nunmehrigen Verein diesen Namen zu geben. Die lange Tradition des Vereins, der Schuhplattler und der Volkstanzgruppe wird auch weiterhin vorgeführt. Wir sind stolz darauf, Teil dieses Vereins zu sein, den Brauchtum in der Loich aufrecht zu erhalten und Menschen durch unsere Aktivitäten fröhlich zu stimmen und zusammen zu bringen.